Koblenz. Wenige Tage vor Rhein in Flammen sind sich der Fraktionsvorsitzende der CDU-Ratsfraktion Koblenz, Stephan Otto, und der Landtagsabgeordnete sowie Kreisvorsitzende der CDU Koblenz, Philip Rünz, einig: Ob das Feuerwerk am 8. August unter den aktuellen Wetterbedingungen verantwortbar ist, entscheiden allein die zuständigen Fachbehörden.
„Ob das Feuerwerk stattfinden kann, entscheiden Feuerwehr, Polizei und Ordnungsbehörden gemeinsam mit dem Veranstalter, und zwar auf Grundlage der Lage vor Ort. Das ist eine fachliche Bewertung und keine Frage von Unterschriftenzahlen im Internet“, betont Philip Rünz. „Wenn die Fachleute sagen, dass es geht, dann geht es. Diesem Urteil vertraue ich.“ Dass die Behörden die Trockenheit sehr genau im Blick haben, sei belegt: Bereits 2022 wurde der Hang unterhalb der Festung Ehrenbreitstein vor dem Feuerwerk bewässert. Das dafür benötigte Wasser stammt aus einer Zisterne in der Festung und muss somit nicht zusätzlich aus dem Trinkwassernetz entnommen werden.
Hintergrund ist eine Petition der Grünen Koblenz, mit der diese die Absage des diesjährigen Feuerwerks wegen der anhaltenden Trockenheit fordern. Deutliche Kritik daran kommt auch von Stephan Otto: „Eine Petition wenige Tage vor der Veranstaltung ist purer Populismus. Hier wird ein Thema emotionalisiert, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, während die eigentliche Arbeit längst von Feuerwehr, Polizei und Verwaltung geleistet wird.“ Nach den Gesprächen der vergangenen Tage sieht die Feuerwehr keinerlei Probleme. Auch von behördlicher Seite gibt es nach derzeitigem Stand keine Anhaltspunkte, die das Feuerwerk infrage stellen.
Für die beiden steht zugleich die Bedeutung der Veranstaltung für die Stadt außer Frage: „Rhein in Flammen ist ein touristischer Magnet für Koblenz und die gesamte Region. Das Feuerwerk ist dabei der zentrale Anziehungspunkt, für den Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland anreisen. Diese Strahlkraft sollten wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Eine Absage des Feuerwerks muss daher gut begründet sein“, so Otto und Rünz.

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