Die Stadtverwaltung Koblenz prüft derzeit im Auftrag des Koblenzer Stadtrates eine Einführung einer Verpackungssteuer. Gemeinsam mit Vertretern der Industrie- und Handelskammer Koblenz diskutierten Mitglieder der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Koblenz (MIT) eine mögliche Einführung einer neuen zusätzlichen Verpackungssteuer in Koblenz. Die Vertreter der Industrie- und Handelskammer Koblenz, Herr Regionalgeschäftsführer Fabian Göttlich und Herr Referent Philipp Rosdücher führten ausführlich in die Thematik ein. MIT-Vorsitzender Leo Biewer stellte fest, dass Koblenz grundsätzlich über ein gepflegtes sauberes Stadtbild verfügt. Von daher ist eine zusätzliche Verpackungssteuer, die die Bevölkerung finanziell durch weitere Preissteigerungen belasten wird, gerade in der heutigen Zeit, die schon durch eine Vielzahl neuer finanziellen Belastungen der Bevölkerung geprägt ist, kontraproduktiv. Preissteigerungen von mehr als 7 Prozent werden das Konsumverhalten der Menschen noch weiter dämpfen und vielmehr zu Gewerbesteuerrückgängen in Koblenz führen. Auch Touristen würden negativ betroffen, gerade kurz vor der Bundesgartenschau, in der Koblenz herausragend attraktiv sein sollte, wäre dies dramatisch. Zudem bedeutet die Einführung und Kontrolle einer Verpackungssteuer nicht Bürokratieabbau, sondern zusätzlicher Aufwand und Kosten für die Stadtverwaltung und die hiesige Wirtschaft. In Bayern hat der Landtag ein Verbot für kommunale Verpackungssteuern aus guten Gründen untersagt. Die MIT Koblenz wird die Landesregierung in Mainz auffordern, ebenso zu verfahren. Darüber hinaus appelliert die MIT an die Vernunft der Entscheider in Koblenz.

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